Sonja und die am meisten geliebten Hühner Mecklenburgs

Ich bin weder heilig noch erleuchtet, bin kein Kind mehr und durch verschiedene Höllen gegangen,

habe darum auch nicht immer ein Lächeln auf den Lippen.

Aber wenn ich in der Natur sein darf (möglichst bei schönem Wetter) und in meinem Garten wühlen kann, mit meinem Hundchen und meinen Hühnerchen reden kann, dann ist es schon da, das Lächeln.

Und darum (und auch aus anderen Gründen) denke ich, ich gehöre zu deinem Stamm und ich möchte dringend bei deinem Projekt dabei sein!


Unser Hund Filou

Natürlich nicht allein. Wir sind 10 Lebewesen, die einziehen möchten.

Da sind außer mir mein  Mann  Bodo, dann natürlich der Hund Filou und die fast glücklichen Hühner Anna, Bella, Donna, Clara, Elsa, Frieda und Gretel.

Warum nur fast glücklich?

Glücklich, weil sie gut und gesund versorgt werden und wahrscheinlich leben dürfen, bis sie eines natürlichen Todes sterben. Nein, nicht, weil ich kein Fleisch esse, aber ich bringe es nicht übers Herz.

Und fast, weil sie so wenig Auslauf haben. Wir wohnen ja hier traumhaft schön, inmitten von Natur, in Wassernähe auf einem riesengroßen Grundstück. Aber es gibt keinen abgeschlossenen Bereich, in dem ich sie könnte laufen lassen. Das würde ich mir u.a. für die Zukunft schon wünschen.


Bodo

Was ich mir noch wünsche?

Nun, wir sind nicht mehr die Jüngsten.

Mein Mann, der Bodo, ist 76 Jahre alt und krank. Ich muss ihn zunehmend pflegen. Aber er ist ein lieber, geduldiger Kranker, der mit sich und seiner Situation im Reinen ist. Er fühlt sich wohl und ist zufrieden. Er hilft und macht, was in seinen Kräften steht.

Ich bin gerade 70 Jahre alt geworden (gefühlte 50!) und fit!

Wie schon erwähnt, wohnen wir sehr schön.

Seit 1 Jahr auf einem großen Grundstück, zur Miete, mitten in der Natur in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern.

Und hier ist das Problem: wir sind hier ziemlich einsam, allein mit Problemen, Fragen, Freuden, Erfolgen, keiner ist da zum Reden. Und Gespräche nur mit Hund und Hühnern reichen eben nicht.


Vor einiger Zeit habe ich alle Anastasia Bücher gelesen und war sehr berührt.

Sie haben Wünsche und Sehnsüchte geweckt, von denen ich nicht dachte, dass ich sie je haben könnte. Aber sie haben mir gezeigt, dass trotz allen Bestrebens nach Individualität auch ein Miteinander in einer Gemeinschaft möglich ist, auch ein Miteinander von Jung und Alt, dass es ein Geben und Nehmen sein kann. Nun sind wir leider etwas zu alt, um in die Taiga umzuziehen und dort ganz neu anzufangen.

Aber innerhalb von Mecklenburg sollte ein nochmaliger Neuanfang schon möglich sein.


Was wünsche ich noch für uns?

Ja, neben dem Kontakt mit anderen Menschen, dem gemeinsamen Leben, Schaffen, Fröhlich sein, Reden, Singen, ... schon einen kleinen abgeschlossenen Bereich für uns, aber mit Offenheit für alle und zu allem.

Einen großen Garten mit viel Arbeit und einem Gewächshaus, in dem ich mich betätigen kann, viel Natur rundherum und möglichst Wassernähe.

Mutter und Tochter

Ich verspreche, ich mache Marmelade für alle!

Ich möchte gebraucht werden und bei Bedarf brauchen dürfen.

Und ich möchte, dass es das letzte Mal in meinem Leben ist, dass ich umziehe!

Wichtig für die Menschen, die darüber nachdenken, mit einzuziehen, ist vielleicht noch zu wissen, dass Tanja meine Tochter ist. Wir haben ein geklärtes und liebevolles Verhältnis. Ich freue mich auch darauf, wieder in ihrer Nähe zu sein.


So, das mag erst mal reichen.

Ich wünsche uns, die ebenfalls Lust verspüren, ein Teil des Stammes zu werden, viel Erfolg bei der Objektsuche und drücke dafür die Daumen, dass sich die richtigen Menschen zusammen finden, die diese wunderbare Idee ins Leben umsetzen können.

Sonja
im Juni 2017